Die Geschichte des Korns

Die Geschichte des Korns

In alten Zeiten hat es nicht nur für die Ernährung des Menschen sondern auch für dessen kulturelle Entwicklung eine bedeutende Rolle gespielt. Als Jäger und Sammler sesshaft wurden, begannen sie Ackerbau zu betreiben.

Für die rasch wachsende Bevölkerung wurde Getreide die natürliche Nahrungsgrundlage, da es auf relativ kleiner Fläche gute Erträge brachte und in fast allen Klimazonen gut gedieh.

Sechs Getreidearten waren es, die seit der Urzeit den Menschen hauptsächlich ernährt haben: Hirse, Hafer, Gerste, Reis, Weizen und ab dem späteren Altertum dann auch der Roggen. Mit der Entdeckung Amerikas kam der indianische Mais dazu.


Getreide als Zahlungsmittel

Die Getreidekörner dienten in ältesten Zeiten vielfach als Normgewichte. Es entstand der Begriff des Karats, das noch heute für Edelmetalle und Diamanten als Gewichtseinheit verwendet wird. Ein "Karat" entsprach drei Gersten- oder vier Weizenkörnern. Ein "Gran" war gleich dem Gewicht eines Gerstenkornes. Getreide war somit das Zahlungsmittel alter Kulturen und hat diese Funktion lange beibehalten. Noch im Jahre 1500 n.Ch. mussten die Gastwirte im deutschen Raum Getreide als Zahlungsmittel annehmen.
Bis zur Mitte des 19. Jhs. wurden in Deutschland der Grundzins und die Steuern sowie die Löhne an Fuhrleute, Hirten und Schmiede meist in Getreide bezahlt. In großen Gebieten Mitteleuropas erfolgte erst ab der Mitte des 19.Jhs. eine Umwandlung der Naturalsteuern in Geldabgaben.
In Österreich wurden bis 1848 die Abgaben der leibeigenen Bauern an die Grundherrn in Form eines Zehntels des landwirtschaftlichen Ertrages (Zehent oder Zehnt) geleistet.

Steigende Vielfalt
Das wachsende Ernährungsbewusstsein der Österreicher führte zu einem differenzierteren Sortenangebot bei Brot und Gebäck. Waren es bis vor 30 Jahren nur rund 19, so gibt es heute in Österreich rund 150 verschiedene Brot- und Gebäcksorten. Tendenz steigend.

Genussland Kärnten

 

 

 

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